… das die Welt ist wie sie ist. Zu dieser These bin ich jetzt endgültig gekommen, auch wenn ich es schon immer geahnt hatte, als ich eine Festplatte eines alten PCs sicher löschen und formatieren wollte. Nun weiß ich auch warum es in England so oft vorkommt das Festplatten mit sensiblen Daten vor der Herausgabe nicht richtig oder gar nicht gelöscht werden.Es wundert mich eigentlich das das hier nicht auch ständig passiert.
Ich habe seit Ewigkeiten noch einen PC mit Windows XP Professional bei mir stehen. Da er spätestens seit VM Fusion und parallels komplett überflüssig geworden ist, werde ich ihn nun verschenken. Da ich aber Windows XP extra gekauft habe und die Lizenz mittlerweile für VM Fusion verwende, will ich natürlich nicht das ein andere Rechner mit meiner Lizenz läuft. Aber auch die Daten soll eigentlich niemand rekonstruieren können. Selbst wenn ich sie selber nicht als sensibel einstufe, da ich ihn nur zum Überprüfen von Websites genutzt habe. Ich will einfach das es eine leere Platte ist wenn ich ihn raus gebe.
Eigentlich ein ganz einfaches vorhaben. Der Plan war, dass ich die Windows XP installer DVD einlege und die Platte einfach mehrmals Formatieren und löschen lasse. So wie ich es Von Mac OSX gewöhnt war. Aber schon beim starten dieser treten die ersten Probleme auf. Ich habe nur eine USB Tastatur angeschossen die wird aber noch nicht erkannt in dem Moment in dem man eine »Beliebige Taste drücken« soll. Nach dem dritten Neustart kommt mir diese Idee dann auch ins Bewusstsein und ich schalte den Rechner ganz aus, um eine PS2 Tastatur an zu schließen. Super es geht doch. Aber dann kommt nach ewigem Warten endlich das Installationsprogramm, doch es scheint so, als ob es es nie angedacht war hierüber eine Festplatte nur zu formatieren oder gar zu löschen, ohne gleich wieder XP auf zu spielen. Nun gut nach unzähligen Klicks auf F2, F8, ESC, L und B und mehrmaligem im kreis gehen passiert anscheinend das was ich vorhatte, jedenfalls fängt er an etwas zu Formatieren. Als er dann aber wieder anfängt XP zu installieren breche ich den Prozess ab, geht aber nicht, selbst als ich im die DVD aus dem Laufwerk nehme geht es einfach weiter. OK ich weiß zwar nicht wovon er gerade weiterinstalliert aber er hat es nicht anders gewollt, so schalte ich ihn hart am Netzteil aus. Ruhe, denn Laut ist dieser scheiß Rechner auch noch zu allem Überfluss. Und wieder schießt es mir durch den Kopf, wissen die Menschen überhaupt was sie sich da antun? Wie kann sich so ein Aberwitziges System so Flächendeckend durchsetzen und dann sich auch noch bis heute so halten. Die Oberfläche für die Installation scheint sich seit Dos nicht wirklich verändert zu haben. Sind wir vielleicht doch im Jahr 1984 gefangen.
Als ich den Rechner dann neu gestartet habe, startete er wieder von XP und ich dachte das da eigenlich nichst mehr drauf sein dürfte. Weit gefehlt. Ok also am Mac Umbutu herunter laden und auf eine CD brennen. Und ab wieder ins Laufwerk. Doch es kommt immer wieder zu Abbrüchen, immer wieder neustarten bis es mir reicht.
Letztendlich habe ich jetzt die Festplatte ausgebaut, provisorisch an eine Externe Festplatte angeschlossen. Diese dafür viel weiter auseinander gebaut als ich wollte, aber sei es drum. Jedenfalls kann ich jetzt am Mac einfach das machen was ich von Anfang an vor hatte. Ist ganz einfach und läuft wie geplant. Und wenn ich die Festplatte wieder einbaue ist sie einfach nur leer.
Kann doch also auch ganz einfach sein.
Und die Welt könnte so schön sein.

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