Und wieder einmal ist es in berlin soweit, der mittlerweile vierte DESIGNMAI findet statt.

Vom 18. bis zum 21. Mai kann man ihn dieses mal genießen. Doch sehr interessant diese Entwicklung. War der erste noch fast den ganzen Mai über, würde er immer kürtzer, letztes Jahr nur noch zwei Wochen und jetzt nur noch vier Tage. Was erwartet uns nächstes Jahr? Nein das es diese Entwicklung der Zeitlichen Konzentrierung gibt, ist vielleicht einer der wenigen Punkte, die ich sehr begrüße. Vorallem für Besucher von ausserhalb Berlins schafft es die Möglichkeit alles wahrzunehmen. Aber auch diejenigen die in Berlin leben, haben eben ein geballte Ladung, mit der sie sich auseinander setzen könne und es besteht weniger die Gefahr das es sich verläuft und man doch die hälfte verpasst, weil man ja denkt das es ja noch so viel Zeit ist, bevor es wieder zuende geht.
Aber was passiert hier am Rande? Gibt es hier nicht auch Bewegungen, die eigentlich in eine Richtung gehen, die eigentlich gar nicht so schön sind? Als der DESIGNMAI entsand war es, ähnlich wie die Passagen in Köln zur Möbelmesse, ein Netz aus Orten, die in der Stadt verteilt waren. Man ist durch die Stadt gezogen, als ein Designpilger und hat nicht nur die zur Ausstellung stehenden Objekte, Räume und Konzepte gesehen, sondern man hat die Stadt auch noch auf einen ganz andere Art kennen gelernt. Diesen ansatz finde ich sehr interessant und begrüße ihn. So haben wir angefangen, doch so wie es scheint haben sich die Kölner Passagen diese Konzept schon vorher Patentieren lassen und Berlin hat keine Lust für die Nutzungsrechte zu zahlen. Jedenfalls haben wir jetzt mit der “Designcity” einen tollen Ort an dem sich fast alles konzentriert.
Ach ja da gibt es auch noch die YOUNGSTERS und ein paar kleine verstreute Punkte, an dennen dennoch etwas statt findet. So haben wir mittlerwiele wohl eher eine kleine Messe, die natürlich auch noch Eintritt kostet. Ich finde das sehr schade. Sieht so vermarktung und Kommerz aus, ich glaube nicht das es so aussehen muss, doch ich glaube, dass sich hier die Interessen und Motivationen doch sehr stark verschoben haben. Ich will fast sagen das es eine Farce geworden ist, mit der sich die Sponsoren und Veranstallter in ein schönes Licht stellen und ich fage es ganz direkt: Wo ist der Inhalt und vorallem die Qualität der Arbeiten?
Ich kann sagen das ich gestern auf der Eröffnung mehr als einmal etwas zum lachen hatte. Es tut mir leid aber was soll das, wo sind aktuelle, eingene oder neue Prokete und Ideen.

Die längste Analkette der Welt.

Endlich kann man auch beim Hanteltraining direckt abaschen.
Na da haben wir ja glück das wenigstens die UNESCO Berlin im Jahre 2006 zur “city of design” erklärt hat, wenn das Stadtmagazin Zitty noch einige Monate zuvor in seinem Titelthema Berlin zum Mekka der Urbanen Penner, der Designer am Existensminimum erklärt hat. Nichst zu beissen und nur eine Spartanische Wohnung, aber wenigstens ein Powerbook und den Kopf voller Ideen.
Wo leben wir den hier? Aber wenigstens haben wir dann ja noch solche Glanzlichter wie den DESIGNMAI, bei dem sich jeder dahergelaufene Idiot auch mal als Fachmann darstellen kann.
Es fängt bei der Internetpräsents des DESIGNMAi an, wollt ihr uns wirklich verarschen? Usebility wo bist du. Ncht nur das man Informationen über die Eröffungsveranstalltung oder das sie überhaupt stattfindet nicht unter Kalender sondern unter News findet, so kann man auch tolle Bilder mit CITYMAPS ansehen. Dort sieht man dann in grau—weiß das Strassennetz von einzelnen teilbereichen Berlins. Ein paar bunte Punkte sidn auch ncoh dirn und einiges an Text. Der ist aber so klein das man ihn eben nicht lesen kann. Ist ja auch nicht so schlimm, die informationen stehen ja auch nur da um den Raum homogener zu füllen. Ein Link mit dem Kartenamterial zum Download eines PDF´s´sucht man vergebens, nicht mal auf der Presse Seite findet man es, wo ich auch eigentlich nie gesucht hätte, doch ist das eben die einzige Stelle an der man einige PDF Dateine bekommen kann.
Nun ja die folge davon war das wir erst bei den YOUNGSTERS gelandet sind, daauf deren Site die Information über die Eröffungsveranstalltung ab 19 Uhr leicht unter Programzu finden war, jedoch nicht so eindeutig gekenzeichet war das es Ja in der Designcity stattfindet, wo sich das DessignForum befindet. Sowieso wieso veranstalltet man die Eröffung woanders als die Eröffnungs Party. Aber das frage ich lieber erst gar nicht, ist halt so.

Jedenfalls waren die YOUNGSTERS noch mächtig am aufbauen, wohl eher am bauen. Ich kam mir vor wie auf einer Jahresendpräsentation meiner Uni. Sehr viel mehr war es dann auch nicht. Und immer wieder schoß einem eine Frage in den Kopf. Wieso glauben die, das Design und Kunst das gleiche sind. Warum heißt die Veranstaltung dann nicht gleich KUNSTDESIGNMAI. So konte man sich tolle Installationen ansehen, wie Kleinkram in Glasbehältern aus dem Chemieunterricht. Dazu konnte man die Inhalt mit Lupen betrachtet und auf Etiketten, die man ohne diese gar nicht lesen kann erfahren um was es sich hier handelt. Zwischendruch zwar auch immer ganz schöne Ideen, doch wenn mir nach zwei Sekunden verbesserungsvorschläge einfallen, dann fragen ich mich doch wie lange sich der “Designer” Gedanken über sein Produkt gemacht hat. Nun ja nach 30 Minuten hatten wir dann auch alles gesehen was man zu diesem Zeitpunkt sehen konnt. Auf der Suche nach noch einem Raum wurden wir von Klobürsten zu dem Partyraum im Obergeschoss geleitet. Welch schöne Assoziationsketten sich hier anschließen lassen. Doch an der Tür wurden wir dann von drei wichtigen Herren in schwarz, genau Designer, zurechtgewiesen, das hier ja nur die Opening Party stattfindet und die Eröffungsveranstalltung doch in der Designcity ist. Genau ihr mich auch.

Und alles wird gut, nein leider doch nicht. Abgesehen das es nicht nach einer Jahresendpräsentation aussah, war es dennoch nicht viel besser. Ach ja das Hauptthema war ja Urbanität. Deswegen zeigten die Hälfte aller Stände auch Notunterkünfte aus wiederverwertetem Materialien oder eben auch aus neuem. Super.

So sah ich die Paperhouses aus den 70 Jahren wieder die in vorm geodetischer Dome konstruert waren oder einfach konstruktionen die ich in meiner Kindheit entweder im Kinderladen oder im Wald mit Freunden gebaut habe. Und natürlcih auch Ansätze von Wohnen im Gerüst was ich vor zwei Jahren schon einmal in paris und London gesehen hatte. Aber wenigstens war alles so präsentiert als sei es das eigene. Schön war auch der Iglo aus Wasserflaschen und deren 6er Kisten verbunden mit 1000 Kabelbindern. Natürlcih ohne Deckplane sonst könnte man ja auch nicht mehr Raussehen. Dieses Haus ist der Traum jedes Fandflschen sammelnden Obdachlosen, nur Regnen oder winden darf es nicht. Abhilfe könnte man schaffen indem man noch Tetrapacks sammelt und aus diesen Dachziegel schneidet und diese mit weiteren 1000 Kabelbindern an den Kästen befestigt.
